Es ist eine Tatsache, dass die Sonneneinstrahlung in den letzten Jahren intensiver geworden ist. Schuld daran ist unter anderem auch das gelegentliche Wachstum des Ozonloches. Damit kann die Sonneneinstrahlung ungefiltert auf die Erde durchdringen. Trifft die UV-Strahlung auf die Haut, dann wird vermehrt der Hautfarbstoff Melanin gebildet und die Zellproduktion wird erhöht. Das Ergebnis ist eine dickere und dunklere Haut, die den Körper vor der einfallenden UV-Strahlung schützt.
Jeder Hauttyp kann eine bestimmte Zeit gefahrlos in der Sonne bleiben. Das können bei heller Haut etwa 5 Minuten und bei sehr dunklem Hauttyp bis etwa 40 Minuten sein. Mit einem Sonnenschutzmittel kann diese Zeit etwas verlängert werden. Bleibt man trotzdem zu lange der Sonnenstrahlung ausgesetzt, ist meist ein Sonnenbrand die Folge. Dann ist die Haut heiß, gerötet und sehr empfindlich. Bei starkem Sonnenbrand bilden sich Blasen.
Die erste Maßnahme bei Sonnenbrand ist, sich in den Schatten zu begeben, bzw. durch Textilien die Haut komplett vor Sonne schützen. Reicht das nicht aus, sind feuchte Auflagen auf den geröteten Stellen hilfreich. Werden diese Tücher öfter erneuert, stellt sich ein Gefühl der Linderung ein. Das sollte ausreichend lange, etwa ein bis zwei Stunden, durchgeführt werden. Wenn sich keine Blasen auf der Haut gebildet haben, ist auch eine kühle Dusche möglich. Hier ist aber bei kleineren Kindern Vorsicht geboten, da die Gefahr der Unterkühlung besteht.
Ansonsten wäre es gut, den Rest des Tages auf einem schattigen Plätzchen zu verbringen. Das könnte, je nach Stärke des Sonnenbrandes, auch für den nächsten Tag gelten. Hautcremes, die einen hohen Wasseranteil und einen geringen Fettanteil haben, wirken kühlend und haben eine beruhigende Wirkung auf die Haut. In schwereren Fällen können auch entzündungshemmende Cremes benutzt werden.
Ganz besonders bei kleineren Kindern ist es wichtig, viel zu trinken. Das gilt besonders dann, wenn größere Flächen der Haut betroffen sind. Durch einen Sonnenbrand sind die Funktionen der Haut eingeschränkt. Das gilt auch für den Wasserhaushalt, deshalb ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr notwendig.
Sollten sich nach dem Aufenthalt in der Sonne starke Blasen auf der Haut gebildet haben und der Sonnenbrand ist sehr schmerzhaft, dann ist ein Arztbesuch angeraten. Auf die entstandenen Blasen können keine kühlenden Tücher gelegt werden und eine kühle Dusche ist auch nicht möglich, denn dann besteht zusätzlich noch Infektionsgefahr. Ein Arztbesuch ist obligatorisch, wenn sich zusätzlich noch Fieber, Kopfschmerz oder Übelkeit einstellen. Sollten Kleinkinder oder Babys einen Sonnenbrand haben, dann sollte unbedingt der Arzt kontaktiert werden, damit keine Komplikationen entstehen können.

