Auswirkungen der Ernährung auf die Gesundheit
Zwei Extreme sind, was die Ernährung betrifft, auf der Erde weit verbreitet. Einerseits hungern fast 1 Milliarde Menschen und sind vom Hungertod bedroht, andererseits stehen ungefähr genauso viele in der Gefahr, durch übermäßiges Essen und falsche Ernährung zu sterben. Die Folgen einer falschen, unausgewogenen Ernährung können diverse Krankheiten sein wie Bluthochdruck, Diabetes, Atherosklerose, Fettleibigkeit und verschiedene Krebserkrankungen.
Dass ein Zusammenhang zwischen Essgewohnheiten und Gesundheitszustand besteht, wird von vielen Menschen gar nicht erkannt. Woran kann das liegen? Wahrscheinlich daran, dass Krankheiten infolge falscher Ernährung nicht sofort auftreten. Dabei kann man vielen Krankheiten durch eine gesunde Ernährung vorbeugen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) schätzt, dass etwa 40% der Krebserkrankungen, durch bessere Essgewohnheiten und ein wenig mehr Bewegung, vermieden werden können.
„Es ist schon eigenartig“, sagte ein Arzt, „bei unserer Ausbildung gehört Gesundheit nicht zu unserem Aufgabenbereich, dafür trägt der Einzelne selbst die Verantwortung. Unser Ressort ist die Behandlung von Krankheiten.“ Also übernehmen wir für uns selbst die Verantwortung und fragen uns, wie wir unsere Ernährung so umstellen können, dass sie uns hilft, gesund zu bleiben oder gesund zu werden. Was sollte man grundsätzlich beachten? Nun, ein wichtiger Grundsatz besteht darin, aus dem vorhandenen Angebot von Nahrungsmitteln, eine gute Auswahl zu treffen. Wie macht man das?
Eine Unterteilung der Nahrungsmitte in drei Hauptgruppen ist für viele eine gute Möglichkeit. Was gehört in die erste Gruppe? Zum Beispiel Getreide. Dazu zählt Reis, Mais, Hirse, Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. Auch Knollenfrüchte wie Kartoffeln und Yuccas gehören dazu. Die Kohlenhydrate dieser Nahrungsmittel werden als schnelle Energiespender betrachtet. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen und einige tierische Produkte wie Eier, Milch, Sahne, Yoghurt, Quark aber auch Fleisch und Fisch, gehören in die zweite Gruppe. Dadurch erhält der Körper wichtige Proteine, Zink, Eisen und Vitamine. Obst und Gemüse gehören letztendlich in die dritte Gruppe. Als Lieferant wichtiger Vitamine und Mineralien sind diese Nahrungsmittel unentbehrlich.
Will man sich gesund ernähren, dann sollten alle Mahlzeiten mindestens ein Nahrungsmittel aus jeder Gruppe enthalten. Ein entscheidender Faktor ist auch die Fettzufuhr. Ausgehend von der Gesamtkalorienmenge, sollten die gesättigten Fettsäuren weniger als 10% betragen. Pflanzenöle, die einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren haben, sollten besser weggelassen werden. Dazu zählen zum Beispiel Palmöl und Kokosöl.
Eine langsame Umstellung der Essgewohnheiten ist sehr zu empfehlen. Man sollte versuchen, einen Wochenfahrplan für eine gute und gesunde Ernährung aufzustellen. Ungesunde Nahrungsmittel sollten nach und nach abgesetzt werden. Zur gesunden Ernährung gehört nicht nur zu beachten, was man ist, sondern auch, wie groß meine Mahlzeiten sind. Hier ist Mäßigkeit sehr zu empfehlen. Da wir oft mehr Kalorien zu uns nehmen, als der Körper verbraucht, sollte Bewegung ein ständiger Begleiter unserer gesunden Ernährung sein. Vernünftigkeit ist aber auch hier am Platz. Tägliches, schweißtreibendes Training ist sicher nicht erforderlich. Es kommt nicht so sehr darauf an, wie man sich körperlich betätigt, sondern wie oft.
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