Wenn wiederkehrende, schmerzhafte Zwischenblutungen auftreten, sollte dies unbedingt vom Facharzt untersucht werden. Denn dadurch kann eine Erkrankung der Gebärmutter, Eierstöcke vermieden werden.
Welche Erkrankungen sind das?
Zum Beispiel treten Myome fast bei jeder zweiten Frau auf, oft zwischen dem 35 und 48 Lebensjahr. Das Myom ist eine gutartige Gewerbewucherung der Gebärmuttermuskulatur. Es sollte entfernt werden, wenn es wegen der Größe auf die Blase drückt. Neben den Myomen gibt es noch weitere Gebärmutterveränderungen, die Polypen. Polypen sind Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, die per Ultraschall festgestellt werden können. Polypen werden mit einem ambulanten Eingriff entfernt. Gefährlich wird es bei einer Endometriose. Da tritt Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle auf. Diese Zellen wandern zu den Eierstöcken und verursachen starke Zwischenblutungen oder starke Regelblutungen. Eine weitere Ursache kann ein unerfüllter Kinderwunsch sein, da sich das Gewebe in den Eierstöcken mit Blut verbinden, dies kann dann zur Verklebung im Eierstock und Eileiter führen. Eine Endometriose kann bei einer Bauchspiegelung mit einer Verbrennungselektrode entfernt werden. Eine weitere Erkrankung im Unterleib ist die Bildung von Zysten. Eine Zyste, ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum. Diese kann gefährlich werden, wenn eine Zyste eine Stieldrehung verursacht und die Blutgefäße nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Die Symptome sind Übelkeit und Schwindel. Doch eine der gefährlichsten Krankheiten ist der Gebärmutterkrebs. Dieser tritt meistens nach dem 67 Lebensjahr auf. Es bestehen gute Heilungschancen (rund 90 %), da der Krebs durch die verräterischen Blutungen früh entdeckt wird. Doch oft muss die Gebärmutter entfernt werden.
Anders ist es bei dem Eierstockkrebs, da liegen die Heilungschancen unter 50 %. Es kann nur lebensverlängernd therapiert werden, wenn der Eierstockkrebs nach einer OP oder Chemotherapie zurück kommt. Bei Krebs ist nur eine Früherkennung möglich, durch die jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Bei rund 60% der Frauen, bei denen Krebs festgestellt wurde, waren nicht bei der Früherkennung.
Eine Vorsorge-Untersuchung bekommen Sie bei Ihrem Frauenarzt. Die Krankenkassen zahlen einen Abstrich und eine Tastuntersuchung zur Früherkennung. Empfehlenswert ist jedoch die Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke und Veränderungen der Gebärmutter ab dem 30. Lebensjahr. Diese muss die Patientin jedoch selbst zahlen (Kosten ca. 30 - 50 €). Eine weitere Vorsorge ist die HPV-Impfung. Die Impfung schützt ohne Nebenwirkungen vor HP-Viren, die Gebärmutterhalskrebs verursachen. Die Krankenkassen übernehmen die Impfung bei Mädchen zwischen 12 und 17 Lebensjahr.

