Blasensteine sind Harnsteine, welche sich in der Harnblase befinden. Die sogenannten Harnsteine sind krankhafte Gebilde die meist aus Kalziumoxalat bestehen. Die Entstehung von Blasensteinen beginnt in den Nieren. Wenn sie sich dort ablagern entstehen daraus Nierensteine. Die Harnsteine gelangen aus den Nieren hinaus und wandern somit in die Harnwege und die Harnblase. Dort entwickeln sie sich dann weiter, sie werden also größer oder auch kleiner, und lagern sich dann dort ab. Die Blasensteine, oder auch Harnsteine, werden hierbei in die Kriterien der Ursache, der Lage des Steins, das Aussehen auf einem Röntgenbild und der chemischen Zusammensetzung unterteilt.
Woran erkannt man, ob man Blasensteine hat?
Das wohl häufigste Symptom ist das wiederholte abbrechen des Harnstrahls beim Wasserlassen, eine sogenannte Stakkatomiktion. Dabei verschließt der Blasenstein den Blasenausgang und unterbricht somit das kontinuierliche Urinieren. Weitere Symptome sind aber auch kleine Urinmengen, häufiger Harndrang, Fremdkörpergefühl, Blut im Urin, Schmerzen am Ende des Wasserlassens und Blasenkrämpfe mit wehenartigen Schmerzen.
Welche Ursachen gibt es?
Damit sich Blasensteine entwickeln, gibt es mehrere Faktoren die dafür verantwortlich sind. Wenn ein Betroffener zum Beispiel vermehrt Substanzen im Urin ausscheidet, welche die Bildung von Blasensteinen begünstigt. Das sind sogenannte lithogene Substanzen wie zum Beispiel Oxalsäure oder Kalzium. Aber auch, wenn weniger Stoffe ausgeschieden werden, welche die Bildung von Blasensteine verhindern. Dazu zählen Zitrat oder Magnesium. Wenn Sie einen kritischen Urin-pH zwischen 5,5 und 7,0 aufweisen oder einen zu konzentrierten Harn ausscheiden, kann dies als Ursache zählen. Solch typische Ursachen treten meist bei einer Schilddrüsenüberfunktion, bei einer Überdosierung von Vitamin D oder Osteoporose auf. Ein erhöhtes Risiko haben auch Personen, welche zu wenig trinken. Und auch bei einer Diät können Blasensteine auftreten.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Die meisten Blasensteine benötigen keine besondere Art der Therapie. Denn die kleinen Steine gehen meist mit dem Urin von selbst ab. Dabei können aber verschiedene Medikamente unterstützend wirken. Wichtig ist es, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Um auftretende Schmerzen, welche entstehen können, wenn die Harnsteine durch die Harnwege wandern, zu lindern, können Sie schmerzlindernde Wirkstoffe wie Pethidin, Diclofenac oder Metamizol zu sich nehmen. Sollten die Blasensteine jedoch nicht von allein ausscheiden, gibt es verschiedene Arten von Therapie-Optionen. Diese können dann bei einer Blasenspiegelung entfernt werden. In sehr seltenen Fällen ist heutzutage eine Operation nötig.
Was noch vorbeugend getan werden kann
Mit einer ausreichenden Bewegung und auch mit einer gesunden Ernährung können Sie Blasensteinen vorbeugen. Vermeiden Sie dafür zum Beispiel Lebensmittel mit viel Oxalsäure oder bestimmte Eiweiße, welche sogenannte Purine, enthalten.
