Was ist Gebährmutterkrebs?

by Gesundheit on März 25, 2011

Gebärmutterkrebs ist eine bei Frauen auftretende Krebsart, die in der medizinischen Fachsprache auch als Zervixkarzinom bezeichnet wird. War dies noch vor einigen Jahrzehnten die häufigste Krebsart bei Frauen, steht diese nunmehr nur an elfter Stelle, da die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt immer besser werden. Bei einer Untersuchung beim Gynäkologen kann man diesen Krebs bereits im Frühstadium recht gut erkennen - dementsprechend gut sind auch die Heilungschancen.

Charakter der Erkrankung
Bei dieser Erkrankung ist das Gewebe im Bereich des Gebärmutterhalses bösartig verändert. Als Ursache wird in der Regel eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus, kurz HPV genannt, angenommen. Dieser wird meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, doch auch durch andere Haut- und Schleimhautkontakte kann Gebärmutterkrebs übertragen werden. Etwa 80 Prozent der deutschen Frauen infizieren sich mindestens einmal in ihrem Leben mit diesem Virus, ohne dies auch nur zu bemerken. Etwa bei fünf Prozent der Betroffenen jedoch entwickelt sich aus dem im Körper verbleibenden Virus der Gebärmutterkrebs.
Mittlerweile können sich jedoh alle Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren gegen das Virus impfen lassen. Besonders sinnvoll ist diese Impfung bei jungen Mädchen, welche noch keinen Geschlechtsverkehr hatten.

Symptome
Im frühen Stadium verursacht diese Erkrankung kaum Symptome. Auch im fortgeschrittenen Stadium müssen nicht unbedingt Anzeichen auftreten - in vielen Fällen bleibt die Krankheit unbemerkt. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig beim Frauenarzt untersuchen zu lassen, da dieser die Krankheit meist erkennt.
Typische Symptome aber, die bei vielen Patientinnen auftreten, sind ein übel riechender und teilweise auch blutiger Ausfluss sowie Schmierblutungen nach dem Geschlechtsverkehr. Auch Bauch-, Becken- oder Kreuzschmerzen können vereinzelt auftreten. Schmerzen beim Wasserlassen sowie beim Stuhlgang sowie auffällig geschwollene Beine sind weitere Symptome, welche auf die Erkrankung Gebärmutterkrebs hindeuten können.

Behandlung
Im frühen Stadium der Erkrankung kann diese Krebsart zu 100 Prozent geheilt werden und auch Schwangerschaften sind dann noch möglich. Zum Einsatz kommen in diesem Anfangsstadium die Laserchirurgie und die Konisation, ein operativer Eingriff am Gebärmutterhals. Ist die Krankheit jedoch schon weiter vorangeschritten, sind meist sowohl eine größere Operation als auch eine Bestrahlung nötig.
Hat der Tumor allerdings bereits die Beckenwand erreicht, sinken die Chancen auf Heilung auf etwa 30 bis 40 Prozent. Schlecht stehen die Chancen auch dann, wenn sich schon Metastasen gebildet haben, welche auf andere Körperorgane, etwa den Bauchraum, übergegangen sind.

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