Der Eierstockkrebs wird in der medizinischen Fachsprache auch als Ovarialkarzinom bezeichnet und betrifft logischerweise nur Frauen. In der Regel sind ältere Frauen von dieser Krebserkrankung betroffen, es gibt jedoch auch Ausnahmen und der Eierstockkrebs tritt bereits bei jungen Frauen auf. Meist aber tritt er erst nach der letzten Regelblutung auf. Eierstockkrebs gilt als zweithäufigste Krebserkrankung der Geschlechtsorgane der Frau.
Die Eierstöcke sind die Keimdrüsen der Frau - von Eierstockkrebs spricht man immer dann, wenn sich hier ein bösartiger Tumor ausgebreitet hat. Bei der Hälfte aller Patientinnen sind beide Eierstöcke betroffen. Schlimmstenfalls kann diese Krebsart Metastasen bilden, die sich bis in die Bauchhöhle ausbreiten.
Ursachen
Die Ursachen für den Eierstockkrebs sind noch weitestgehend unerforscht; schützen kann man sich vor dieser Krebserkrankung kaum. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung aber kann man dem Eierstockkrebs vielleicht am besten vorbeugen. Zudem nimmt die Medizin an, dass frühe und häufige Schwangerschaften sowie die lange Einnahme der Antibabypille das Risiko für das Ovarialkarzinom senken, da diese den Eisprung unterdrücken.
Einteilung
Grundsätzlich wird der Krebs in vier verschiedene Stadien eingeteilt, dies bezeichnet man auch als FIGO-Klassifikation. Im Stadium Vier, dem schlimmsten Ausmaß der Erkrankung, haben sich die Metastasen nicht nur in der Bauchhöhle ausgebreitet, sondern bereits andere Organe wie etwa die Lunge befallen.
Behandlung
Der behandelnde Gynäkologe wird mithilfe verschiedener Untersuchungen feststellen, ob Eierstockkrebs vorliegt beziehungsweise wie weit dieser bereits fortgeschritten ist. Zu diesen Untersuchungen zählen sowohl die Computertomografie, die Magnetresonanztomographie sowie der Ultraschall.
Wurde die Diagnose Eierstockkrebs gestellt, wird in der Regel der bösartige Tumor in einer Operation entfernt. Meist werden zudem auch beide Eierstöcke, der Eileiter sowie die Gebärmutter entfernt. Haben die Metastasen in den Bauchraum gestreut, muss zudem ein Teil des Bauchfells entfernt werden. Danach müssen sich die Patientinnen meist einer Chemotherapie unterziehen. Selbst wenn die Therapie erfolgreich war, sollten die Patientinnen auf eine Nachsorge nicht verzichten. In den ersten drei Jahren nach Ausbruch der Erkrankung sollte man daher mindestens jedes Vierteljahr zum Frauenarzt gehen, um eine erneute Erkrankung auszuschließen.
Auch beim Eierstockkrebs gilt: je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung.
Symptome
Meist treten die Symptome bei dieser Erkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium auf und sind auch dann noch recht unspezifisch. Schmerzen im Unterbauch, Leistungsschwäche sowie Verstopfung können auf die Erkrankung hinweisen, können aber genauso gut harmlos sein. Auch Blutungen, die nach den Wechseljahren auftreten, sind bei vielen Patientinnen durchaus ein ernst zu nehmendes Anzeichen für die Erkrankung.