Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus

by Gesundheit on März 6, 2011

Astigmatismus ist der medizinische Fachbegriff für die sogenannte Stabsichtigkeit, auch bekannt als Hornhautverkrümmung. Der aus dem Griechischen stammende Begriff Astigmatismus bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie Punktlosigkeit - dieses beschreibt die Erkrankung recht genau. Beim Astigmatismus werden die in das Auge einfallenden Lichtstrahlen nicht in einem Punkt in der Netzhaut gebündelt und die betroffenen Patienten nehmen einen Punkt als verschwommene Linie wahr. Dieses unscharfe Sehen tritt allerdings nur bei einem ausgeprägtem Astigmatismus auf; ist dieser nicht sehr ausgeprägt, haben die Patienten meist gar keine Beschwerden. Das Auge wird versuchen, dieses unscharfe und verzerrte Bild klar darzustellen, was für den Patienten Kopfschmerzen und Augenbrennen zur Folge haben kann.

Dieses unscharfe Sehen betrifft sowohl Bilder in der Nähe als auch in der Ferne. Bei vielen Patienten tritt der Astigmatismus in Verbindung mit einer Kurz-, Weit- oder Alterssichtigkeit auf. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen die Erkrankung alleine auftritt. Eine Hornhautverkrümmung, welche dieser Erkrankung zugrunde liegt, ist in der Regel angeboren. Allerdings können auch Narben, die nach einer Verletzung der Hornhaut entstanden sind, zum Astigmatismus führen. Eine Korrektur des Astigmatismus ist meist problemlos möglich; dies geschieht meist über eine Brille mit Zylindergläsern oder durch formstabile Kontaktlinsen.

Tipp: Brillen bei Mister Spex!

Ist die Hornhaut jedoch sehr schwer geschädigt, hilft in vielen Fällen nur eine Operation. Bei diesem Eingriff wird dann die Hornhaut verpflanzt. Diese Hornhautverpflanzung wird in der medizinischen Fachsprache auch als Keratoplastik bezeichnet. Mittlerweile ist auch das Lasern eine beliebte Technik, um den Astigmatismus zu behandeln. Die Medizin unterscheidet zwei Formen dieser Krankheit, den regulären und den irregulären Astigmatismus. Der reguläre Astigmatismus ist in der Regel erblich bedingt und verändert sich im Laufe des Lebens kaum. Dieser wird gemeinhin auch als Stabsichtigkeit bezeichnet. Der irreguläre Astigmatismus wiederum wird auch als Brennpunktlosigkeit bezeichnet und wird meist durch eine Vernarbung der Hornhaut ausgelöst. Auch durch den Grauen Star kann diese Erkrankung jedoch entstehen. Ein Augenarzt wird das Ausmaß des Astigmatismus recht schnell feststellen. Zu diesem Zweck kommt das sogenannte Ophthalmometer zum Einsatz - dieses misst die Hornhautverkrümmung. Die Stärke dieser Verkrümmung wird genau wie die Kurz- und Weitsichtigkeit in Dioptrien angegeben. Die Achse, in welcher die Verkrümmung liegt, wird wiederum in Winkelgrad ausgedrückt. Vorbeugen kann man dieser Erkrankung kaum, jedoch empfiehlt es sich, bereits im Kindesalter diese zu korrigieren, um spätere Fehlsichtigkeiten auszugleichen.

Leave a Comment

Previous post:

Next post: