Die Erkrankung Herpes zoster, allgemein als Gürtelrose bekannt, ist eine durch einen Virus ausgelöste Hauterkrankung die vorwiegend im hohen Alter vorkommt. Sie äußert sich durch gerötete und mit kleinen Bläschen besetzte Hautpartien, die große Schmerzen hervorrufen können.
Ursachen und Entstehung
Herpes zoster wird üblicherweise durch das Windpockenvirus Varizella-Zoster-Virus übertragen und ausgelöst. In der Regel bricht die Erkrankung bei Patienten aus, die in ihrer Kindheit Windpocken hatten. Der Virus verbleibt nach Genesung der Windpocken im Körper und haftet sich an die Nervenzellen. Bei starker Immunschwäche kann er wieder ausbrechen und äußert sich dann als Gürtelrose (Herpes Zoster). Nach Reaktivierung der Viruszellen wandern diese in die Hautareale zurück und verursachen die typischen Hautausschläge. Besonders Patienten die durch Aids oder Tumorerkrankungen geschwächt sind, können von Herpes zoster befallen werden.
Symptome und alternative Behandlungsmethoden
Gürtelrose tritt gehäuft an drei Stellen des Körpers auf. In den meisten Fällen wird der Oberkörper mit Brust und Bauchraum befallen. Von Zoster oticus spricht man, wenn das Ohr und der Gehörgang betroffen sind. Des Weiteren können Teile des Gesichts, die Stirn, Kopfhaut oder Augen- und Nasenpartie betroffen sein. In diesem Fall spricht man von Zoster ophthalmicus, bei der eine starke Gefährdung des Auges und der Sehkraft entstehen kann.
Zu Beginn der Erkrankung äußern sich dem Patienten die gewöhnlichen Krankheitssymptome wie etwa Fieber, Schmerzen und Schwellungen der Lymphknoten. Dann entstehen gerötete Hautpartien, die von kleinen mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen übersät werden. Im weiteren Verlauf, etwa nach einer Woche, platzen diese Bläschen auf und bilden Krusten. Dieser Vorgang schmerzt die Patienten besonders und verursacht ein starkes Brennen. Da der Bläscheninhalt infektös ist, sollte auf Hygiene geachtet werden.
Die Naturheilkunde kennt einige Therapieverfahren, die vor allem Linderung und eine Beruhigung der Haut verschaffen. Trotz verschiedener Therapien ist eine Heilung manchmal schleppend und mit Schmerzen verbunden. Die wichtigste Maßnahme für den Patienten sollte eine Stärkung des Immunsystems sein.
Reinigung des Körpers
Durch Ab- und Ausleitungsverfahren wie dem Schröpfen oder der Blutegeltherapie kann eine schmerzlindernde Wirkung erzielt werden. Je nach Zustand des Patienten sollte trocken oder blutig geschröpft werden.
Die Phytotherapie bietet eine Vielzahl von Kräuterpräparaten, die eine ausleitende und reinigende Wirkung auf den Organismus haben. Die Einnahme von beispielsweise Bittersüß, Klettenwurzel oder Sarsaparille können hilfreich sein. Des Weiteren können Umschläge mit Eichenrinde oder Stiefmütterchen im subaktuen Stadium helfen.
Auch homöopathische Mittel können eine Besserung hervorrufen, wenn sie der Konstitution des Patienten entsprechend ausgewählt werden. Einzelpräparate wie auch Komplexmittel wie Ranunculus Pentarkan müssen sorgfältig ausgewählt und ausprobiert werden.
