Die verschiedenen Hautkrebsarten

by Gesundheit on März 24, 2011

Der Hautkrebs ist eine der am häufigsten beim Menschen auftretenden Krebsformen. Doch Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs; im Volksmund wird zwischen dem "weißen" (Basalzellkarzinom/Basaliom und Spinaliom) und dem "schwarzen" Hautkrebs (malignes Melanom) und deren Vorstufen unterschieden. Patienten, bei denen ein Basalzellkarzinom diagnostiziert wird, haben eine wesentlich bessere Prognose, als Patienten mit einem malignen ("bösartigen") Melanom. Das liegt daran, dass das sogenannte Basaliom nur in äußerst seltenen Fällen Metastasen bildet, es kann aber untherapiert umliegendes Gewebe und Knochen zerstören und sollte deshalb immer entfernt werden. Das maligne Melanom hingegen ist eine sehr aggressive und lebensbedrohliche Form des Hautkrebses, bildet unbehandelt innerhalb kürzester Zeit Metastasen und ist daher als dermatologischer Notfall zu betrachten.

Da die gebräunte Haut in unserer Gesellschaft als erstrebenswertes Schönheitsideal gilt und Solariumbetreiber zunehmend Flatrates anbieten, die Einwirkung von UV-Strahlung auf die Haut aber als wichtigster äußerer Faktor für die Entstehung des "schwarzen" Hautkrebses gilt, konnte in den letzten Jahren eine signifikante Häufung der Hautkrebsdiagnosen registriert werden. Etwa alle sieben Jahre verdoppelt sich die Zahl der an einem Melanom erkrankten Patienten. Dermatologische Studien können dies nachweislich auf eine übermäßige Sonneneinwirkung zurückführen. Prädestiniert für das Vorkommen von Hautkrebs sind vor allem die sogenannten "Sonnenterrassen", also Körperstellen, wie Handrücken oder Gesicht (Nase, Ohren, Stirn, Decolleté), die am meisten der Sonne ausgesetzt sind. Etwa zwei Drittel aller Hautkrebsdiagnosen, die sich erst beim Erwachsenen zeigen, haben ihren Ursprung in Sonnenbränden, die im Kindesalter stattfanden. Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor ist daher unerlässlich, Kinder sollten grundsätzlich nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden und immer durch entsprechende Kleidung geschützt sein (T-Shirt, Mütze).

Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor können der Entstehung von "weißem" Hautkrebs vorbeugen. Studien haben allerdings gezeigt, dass dies nicht für die Entwicklung von malignen Melanomen gilt. Schon aus diesem Grund sollte von übermäßigen Sonnenbädern unbedingt abgesehen werden. Eine Vorstufe des Hautkrebses stellt die aktinische Keratose dar, die an sich noch kein Hautkrebs ist, allerdings sehr häufig zu einer Krebserkrankung werden. Man spricht von einer Präkanzerose.

Wie bei allen Krebsarten ist auch hier die Früherkennung in Form einer Vorsorgeuntersuchung die wichtigste und übergeordnete Maßnahme zur Behandlung einer Hautkrebserkrankung. Die "A-B-C-D-E"-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Colour, Durchmesser, Erhabenheit/Entwicklung) kann dem Laien helfen, ein auffälliges Muttermal einzuschätzen, die Untersuchung eines suspekten Naevus sollte aber immer durch einen fachkundigen Arzt erfolgen. Diese Hautkrebsscreenings werden von den Krankenkassen angeboten und bei den meisten Ärzten als Kassenleistung durchgeführt. Untersuchungen mit Hilfe eines Auflichtmikroskopes oder bildgebender Verfahren (Videodermatoskopie) werden widerum nicht von den gesetzlichen Krankenkversicherungen getragen und können daher als IGeL (individuelle Gesundheitsleistung) von Ihrem Dermatologen angeboten werden.

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