Diagnose Darmkrebs: Was erwartet den Patienten

by Gesundheit on August 17, 2010

Diagnose Darmkrebs: Was erwartet den Patienten?

Darmkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen der unteren Abschnitte des Verdauungstraktes.
Die Frage, was den Patienten nach der Diagnosestellung dieser Erkrankung erwartet, kann nicht allgemein gültig beantwortet werden.
Das Behandlungskonzept und die Erfolgsaussichten auf eine Heilung sind sehr stark von dem jeweiligen Stadium abhängig, in dem sich die Erkrankung befindet.
Wird die Diagnose Darmkrebs in einem sehr frühen Stadium gestellt, bestehen gute Möglichkeiten, den bösartigen Tumor komplett zu entfernen und so eine Kuration, das heißt Heilung, zu erzielen.
Je weiter die Tumorausdehnung fortgeschritten ist, umso komplizierter und ausgedehnter gestalten sich die Therapiemaßnahmen, die medikamentös, radioonkologisch oder operativ durchgeführt werden. Ist die Größe der bösartigen Geschwulst in einem Darmabschnitt schon sehr hoch, wird mit einer so genannten neoadjuvanten Chemotherapie der Tumor zuerst verkleinert, damit eine geplante Operation nicht so umfangreich ausgedehnt werden muss und die Chance auf eine komplette Tumorentfernung (medizinisch Resektion in toto) erreicht werden kann.
Es gibt Darmkrebsarten, die eine Entfernung der Krebsgeschwulst durch Eröffnung auf laparoskopischem Wege möglich machen, das heißt ohne Eröffnung des Bauches durch Bauchschnitt. Bei dieser Operationstechnik kann meistens die normale Funktion des Afterschließmuskels erhalten werden und eine vollständige Heilung herbeigeführt werden. Ist jedoch der Tumor schon fortgeschritten, kann er häufig nur durch einen Bauchschnitt entfernt werden, und, je nach Lokalisation der Geschwulst, vor allem wenn sie tief im Analbereich in der Nähe des Schließmuskels sitzt, muss der Schließmuskel mit entfernt werden und so der normale Darmausgang verschlossen werden. Dann wird ein so genanntes Ileostoma angelegt, das heißt, ein künstlicher Darmausgang (Anus praeternaturalis) an der Bauchdecke ausgeleitet. Dieser künstliche Darmausgang muss nicht immer endgültig sein, es gibt auch Darmkrebserkrankungen, bei deren operativer Behandlung die Anlage des Anus praeters nur vorübergehend, das heißt temporär, notwendig ist, um den Anorektalbereich gut abheilen zu lassen. In diesen Fällen kann später, nach gründlicher Kontrolle der inneren Nähte und Anastomosen, die bei der Operation angelegt wurden, eventuell der künstliche Darmausgang wieder zurückverlegt werden, das heißt, die Darmkontinuität und Schließmuskelfunktion, damit die natürliche Stuhlentleerung über den After, wird wieder ermöglicht.
Je nach Radikalität der Tumorentfernung, Streuung (Metastasen) und postoperativem Befund wird in einigen Fällen eine postoperative Radiochemotherapie, das heißt, Bestrahlung und medikamentöse Tumortherapie, vorgenommen, um eventuell verbliebene Reste des Tumors oder Metastasen zu entfernen.
In sehr weit fortgeschrittenen Darmkrebserkrankungsfällen, in denen keine komplette Tumorentfernung mehr möglich ist, das heißt, eine Heilung nicht herbeigeführt werden kann, bestehen aber nach onkologischen Gesichtspunkten palliative Möglichkeiten der Tumorverkleinerung und somit auch Verbesserung der Lebensqualität.

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sadikaj August 20, 2011 at 11:01 pm

fast jeden Monat habe ich Schmerzen bei Darm(after). Er ist geschwollen und es tut sehr weh? Das habe ich nach zweiter Geburt bekommen? Was kann es sein? Ich bin sehr in Sorge!

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