Asthma Bronchiale

by Gesundheit on April 10, 2010

Der Begriff "Asthma" ist mit den Krankheitszeichen Atemnot, Husten, glasig zäher Auswurf und Geräuschen beim Ausatmen verbunden.

Die Häufigkeit des sogenannten Asthma bronchiale hängt vom Lebensalter ab: Bei den Erwachsenen ist ca. jeder zwanzigste betroffen, bei Kindern jedes zehnte. In Deutschland gibt es zur Zeit zwischen 3 und 5 Mio. Asthmatiker. Weltweit ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Welche Veränderungen finden bei Asthmatikern in der Lunge statt?

Wichtigste Aufgabe unserer Lunge ist der Gasaustausch: Sauerstoff wird aus der Luft in unser Blut aufgenommen und im Austausch wird das Kohlendioxid abgegeben, das im Körper beim Stoffwechsel entsteht. Die Atemwege unserer Lunge sind wie ein Baum aufgebaut, ein Baum der auf dem steht. Die Luftröhre teilt sich in die beiden Hauptbronchien, dann verzweigen die Atemwege oder Bronchien immer feiner bis in die Lungenbläschen, wo der Gasaustausch stattfindet.

Für diesen lebenswichtigen Prozess: „Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid“, ist eine große Oberfläche der Lungenbläschen notwendig. Die menschliche Lunge enthält ca. 300 Mio. Lungenbläschen, die aneinandergereiht eine Fläche von ca. 80 bis 120 m2 ergeben würden.

In den Bronchien von Asthmatikern lassen sich Veränderungen im Vergleich zu einem Gesunden erkennen, die für seine Beschwerden verantwortlich sind:

Die Bronchialmuskulatur verkrampft: Die Muskulatur der kleinen Atemwege, die normalerweise die Weite der Bronchien reguliert, ist bei Asthmatikern verkrampft.

Die Bronchialschleimhaut schwillt an: Die Schleimhaut kleidet die ganze Lunge schützend aus. Bei Asthmatikern ist die Schleimhaut deutlich geschwollen, was deren Atemwege zusätzlich einengt.

Vermehrte Bildung von zähflüssigem Schleim: Die Schleimhaut ist bei Asthmatikern nicht nur geschwollen, sondern produziert im Gegensatz zur gesunden Lunge vermehrt zähen Schleim.

Bei Asthma müssen Sie aktiv werden!

Wer sein Asthma in den Griff bekommen möchte, muss selbst aktiv werden. Regelmäßige Arztbesuche und Medikamente reichen alleine nicht aus. Der Asthmatiker muss selber Verantwortung übernehmen, dann kann die Einschränkung durch das Asthma soweit wie möglich beseitigt und das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Folgende fünf Punkte sollten Asthmatiker beachten:

  1. Wissen über Asthma verbessern und akzeptieren, dass die Krankheit Sie lebenslang begleiten wird. In welcher Situation ist was zu tun? Welche Auslöser und Verstärker müssen Sie meiden?
  2. Krankheit kontrollieren mit dem Peak-Flow-Meter, denn wenn Sie jede Verschlechterung zuverlässig und frühzeitig erkennen, können Sie Anfälle vermeiden.
  3. Asthma konsequent mit Medikamenten behandeln – auch in beschwerdefreien Zeiten sollte die medikamentöse Behandlung eingehalten werden. So variabel die Beschwerden bei Asthma sind, so flexibel muss die Therapie sein. Ihr Arzt muss einen maßgeschneiderten Medikamentenplan für Sie zusammenstellen.
  4. Asthmatiker müssen lernen, im Notfall sicher zu reagieren. Geschulte Asthmatiker haben seltener Anfälle und weniger ausgeprägt. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt einen schriftlichen und individuellen Notfallplan geben. Dann wissen nämlich alle, was im Notfall zu tun ist.
  5. Jeder Asthmatiker sollte die Grundlagen der Atemtherapie erlernen, denn die Basismaßnahmen wie „dosierte Lippenbremse“ und atemerleichternde Körperstellungen sind insbesondere im Notfall unerlässlich.

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